Institutsprofil
Institutsprofil

Die Berliner Universität ist 1810 in reformerischer Absicht als eine moderne Universität gegründet worden. Ihr Aufbau und ihre laufende wissenschaftliche Tätigkeit waren unter anderem von den Grundsätzen geleitet, Forschung und Lehre in enger Verbindung miteinander und im gegenseitigen Austausch zwischen den Fächern zu betreiben. Das Institut für deutsche Sprache und Linguistik wird dem Prinzip der Interdisziplinarität in besonderer Weise gerecht. Es umfasst und verbindet mit seinen acht Arbeitsgruppen und drei Labors Aktivitäten in allen Hauptgebieten der Germanistik, der Allgemeinen Sprachwissenschaft, der Kognitiven Linguistik und des Deutschen als Fremdsprache. In ihrer Abstimmung über die zukünftige Strukturbildung haben die Berliner Universitäten vereinbart, dass die Sprachwissenschaft hauptsächlich an der Humboldt-Universität vertreten wird. Diese Profilierung ist im Institut realisiert, indem längerfristig Kapazitäten in der Indogermanistik, der Sprachwandelforschung, der Allgemeinen Sprachwissenschaft, Deutsch als Fremdsprache und in der Psycholinguistik strukturell verankert sind. Hinzu treten temporär innovative Arbeitsgebiete, derzeit eine Juniorprofessur für Korpuslinguistik. Forschung und Lehre zur Didaktik der deutschen Sprache und Literatur wird in einer literaturwissenschaftlich-linguistischen Professur zur Didaktik Deutsch wahrgenommen.
Die verbindende Fragestellung
Das Profil des Instituts für deutsche Sprache und Linguistik ist geprägt durch die leitende Fragestellung der Wissenschaften von der Sprache, wie sie sich seit Beginn des 20. Jahrhunderts herausgebildet hat:
Worin besteht die Sprachfähigkeit des Menschen?
Die zentralen Gegenstände des Faches sind demnach die Struktur, die Entwicklung und die Verwendung des Deutschen unter Bezug auf universale Eigenschaften der Sprache und im Vergleich mit anderen Sprachen. Die Themen von Lehre und Forschung am Institut gelten den folgenden Gruppen von Gegenständen.
Sprachliches Wissen
Grammatik mit den Teilgebieten:
- Phonetik/Phonologie
- Syntax
- Semantik
Sprachwandel und Sprachvergleich
- Modelle sprachlichen Wandels
- Vergleichende Grammatik der indogermanischen Sprachen
Sprachverwendung
- Spracherwerb (Erstspracherwerb, Zweitspracherwerb und –vermittlung)
- Sprachverarbeitung (Produktion und Rezeption)
- Sprachstörung
Ungesteuerter und gesteuerter Erwerb des Deutschen als Fremdsprache
Struktur des Instituts
Die Struktur des Instituts ist vor diesem Hintergrund angepasst an die Aufgaben in Lehre und Forschung in den genannten Gebieten. Dabei kommt der Bemühung um berufsqualifizierende Ausbildung zur Expertin bzw. zum Experten in deutscher Sprache in den Studiengängen besonderes Gewicht zu.
Sprachliches Wissen
- Professur für Allgemeine Sprachwissenschaft
- Juniorprofessur für Allgemeine Sprachwissenschaft/Syntax
- Professur für Sprachwissenschaft des Deutschen/Phonetik und Phonologie
- Professur für Sprachwissenschaft des Deutschen/Semantik
- Professur für Sprachwissenschaft des Deutschen/Syntax
Sprachwandel
- Professur für Geschichte der deutschen Sprache/Diachronie, Sprachwandel
- Professur für Historisch-vergleichende Sprachwissenschaft/Indogermanistik
Sprachverwendung
- Professur für Psycholinguistik/Deutsch als Fremdsprache, Zweitspracherwerb
- Juniorprofessur für Psycholinguistik
- Honorarprofessur Zweitspracherwerb
- Honorarprofessur Erstspracherwerb und Spracherwerbsstörung